70 Prozent aller Menschen der westlichen Bevölkerung leiden regelmäßig unter Schmerzen im Rücken. Der Großteil hat Probleme aufgrund sogenannter Funktionsstörungen - heißt, man kann etwas gegen sie tun! Gemeinsam mit unserem Rücken-Experten Dr. Lutz Graumann haben wir hier die Top 5 Tipps für einen gesunden Rücken gesammelt.

1. Ausgeglichenheit ist der Schlüssel

Rückengesundheit entsteht durch ein ausgeglichenes Zusammenspiel von Balance, Beweglichkeit und Stabilität. Nur wer keinen Aspekt vernachlässigt, trainiert die Muskulatur optimal und unterstützt die Wirbelsäule bestmöglich.

 

2. Wie beweglich bin ich eigentlich?

Teste dich selbst um ein Gefühl für deinen Rücken zu bekommen. Wer bei gestreckten Beinen mit den Händen nicht bis zum Boden kommt und mehr als 20 cm Spielraum hat, sollte Dehnübungen machen. Wer sich regelmäßig in eine Tür stellt, den Körper ganz aufrichtet und sich vorstellt, man könnte mit dem Kopf den Türrahmen berühren, kann helfen, die Wirbelsäule zu dehnen. 

 

3. 10.000 Schritte pro Tag..?

Dr. Graumann bestätigt, wer pro Tag ca. 10.000 Schritte geht, kann Wohlstandserkrankungen vorbeugen - aber bitte nicht alle auf einmal gehen! Wichtig dabei ist, ständig in Bewegung zu sein. Optimal wär es, sich alle 60 bis 90 Minuten zu bewegen.

 

4. Lass dich nicht hängen!

Die Körperpartie die bei Vielsitzern besonders oft betroffen ist, sind die Schultern. Beim Sitzen besteht die Gefahr, dass die Schultern immer wieder nach vorne fallen. Daraus resultiert eine gebückte Körperhaltung welche zu langfristigen Problemen führen kann. Einfache Übungen können die Muskulatur unterstützen. Man stellt sich beispielsweise einen Fuß breit vor die Wand, lehnt sich mit dem oberen Rücken daran und drück sich mit den Ellbogen von der Wand weg. Diese Position sollte man kurz halten und mehrmals wiederholen.

5. Wer ist der Schuldige?

Bei Funktionsstörungen gehen die Schmerzen oftmals gar nicht direkt vom Rücken aus. Vielmehr hat das Gehirn Probleme, das Zusammenspiel Bauchmuskulatur, Rückenmuskulatur und Gesäß richtig zu steuern oder die unterschiedlichen Muskelpartien sind nicht gleichmäßig ausgeprägt. Besonders wichtig is es, alle Übungen korrekt auszuführen um die Wirbelsäule und Gelenke zu schützen. Ansonsten läuft man Gefahr, diese durch gestresste Positionen überzubeanspruchen - weitere Schäden können die Folge sein.

 

Fakt zum Schluss:

Bei Schmerzen in der Brust fällt der Verdacht meist sofort auf einen Herzinfarkt. Oft steckt dahinter aber auch eine Verspannung der Wirbelsäule. Wer häufig unter einem Engegefühl in der Brust leidet oder sogar Schmerzen hat, sollte regelmäßig Übungen zum Dehnen der Brustwirbelsäule in den Alltag integrieren. Wichtig: akute Schmerzen natürlich trotzdem immer vom Arzt abklären lassen!

Vergiss nicht: es gibt keine Universalübung, die mit einem Mal den gesamten Rücken stärkt. Wichtig ist, dass du alle Partien gleichermaßen und regelmäßig trainierst, und keinen Bereich vernachlässigst.

 

Noch mehr Tipps und Anregungen findest du in unserem Podcast zum Thema Rückengesundheit oder in unserer Windhund Workplace App im Modul "Gesunder Rücken". Wir wünschen viel Erfolg und Spaß bei den Übungen und Alles Gute für eine Schmerzfreie Zukunft!