Guide zum digitalen BGM

Der ultimative Guide für digitales BGM

Mit 6 Lessons zum erfolgreichen BGM

Dieser umfassenden Guide wird Ihnen helfen, Ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement modern und effektiv zu gestalten. Wir starten mit den Basisfragen "Warum", "Was" und "Wie" und begleiten Sie danach im weiteren Entscheidungsprozess bis hin zur Nutzung.

Frage zum Einstieg

Was macht das Betriebliche Gesundheitsmanagement digital?

Diese Frage ist für uns einfach zu beantworten: die unterstützende Nutzung von digitalen Tools für die klassischen Bereiche des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, kurz BGM. Ein konkretes Beispiel dafür wäre die Nutzung der Windhund Workplace App, Webapp und dem BGM-Manager Dashboard zur Unterstützung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. 

Sollten Sie sich also die Frage stellen, ob Sie ihr BGM digitalisieren möchten, können wir Ihnen das nur empfehlen. Denn nicht nur wird die Digitalisierung immer weiter voranschreiten, nein, es gibt auch weitere Chancen, die Sie als Unternehmen nutzen sollten:

  • Das BGM wird Zeit- und Ortsunabhängig
  • Es können neue Mitarbeitergruppen erreicht werden
  • Zeit- und Kosteneinsparungen
  • Effektivere Zusammenarbeit im BGM-Team

Und da diese Vorteile so bedeutend sind, haben wir diesen Guide verfasst, damit auch Sie diese nutzen können. 

Bevor wir starten, ist es wichtig, einen kurzen Blick auf die Entwicklung hin zum digital unterstützen BGM zu werfen. Warum? Weil die Technik, die dies ermöglicht, gleichzeitig auch der Grund für die Notwendigkeit von effektiveren und effizienteren Maßnahmen im BGM ist.

 

Veränderung der Arbeitswelt

Während früher der Fokus des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ausschließlich in der Reduzierung der Arbeitsunfälle lag, muss der Fokus heute wesentlich breiter gesetzt werden. Die Arbeitswelt verändert sich, und die Digitalisierung ist ein ausschlaggebender Faktor dafür. Im Fehlzeiten-Report 2019 wird diese Thematik ausgiebig behandelt. Ergebnis ist, dass sich diese Veränderungen ohne entsprechende Maßnahmen negativ auf die Gesundheit auswirken.

Zusammenfassend lassen sich 3 durch die Digitalisierung beeinflusste Bereiche definieren, die in jedem modernen BGM behandelt werden sollten:

Dass sich diese Bereiche ohne entsprechenden Ausgleich negativ auf unsere Gesundheit auswirken können, ist ganz klar, wenn man sich als Beispiel mit der Thematik des steigenden Drucks beschäftigt:

Einerseits steigt der Druck, da Mitarbeitende durch ständig neue technische Entwicklungen stets neue Fähigkeiten erwerben müssen. Wer diesen Änderungen nicht offen entgegen steht und mitlernt, ist schnell der Gefahr ausgeliefert, überfordert zu werden. Besonders ältere Arbeitnehmer haben damit häufig zu kämpfen. Andererseits führt auch die ständige Erreichbarkeit bei vielen Arbeitnehmern zu erhöhtem Druck. Durch das Internet und die Mobiltelefonie ist es rund um die Uhr möglich, jemanden zu erreichen. Die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit schwinden, da berufliche E-Mails auch noch schnell auf der Couch im Feierabend beantwortet werden können.

Bedeutung für das BGM

Was bedeutet dies für das Gesundheitsmanagement? Es bedeutet, dass sich die Verantwortlichen neue und effektive Maßnahmen überlegen müssen, um die Mitarbeitenden auch in diesen Thematiken unterstützen zu können.

Tatsächlich sind diese Anforderungen nicht überraschend gekommen, denn bereits im Jahre 1995 wiesen manche Experten darauf hin, dass die damals beginnende Globalisierung zu erhöhtem Druck führen würde. Und auch wenn die neuen Herausforderungen großteils durch die Digitalisierung entstanden sind, können die neuen Techniken auch helfen, diesen entgegenzuwirken.

Digitale BGM Tools sprechen beispielsweise eine breitere Zielgruppe als klassische Maßnahmen an, da Männer und junge Menschen ein durchschnittlich eher hohes Interesse an Technik besitzen. Auch Mitarbeitende die viel unterwegs sind, wie zum Beispiel Vertriebsmitarbeiter, können mit digitalen Tools auch außerhalb des Büros und dessen Arbeitszeiten erreicht werden.

Allerdings steht die Digitalisierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements noch in den Startlöchern. Eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2019 zeigt beispielsweise, dass viele digitale Ansätze im BGM noch gar keine Rolle spielen. Einzig Webinare und Online Kurse schätzen sie zu diesem Zeitpunkt als bedeutend ein. 

Zusammenfassend verlangt die Digitalisierung vom BGM also einen Verantwortlichen, der die neuen Entwicklungen und Anforderungen genau verfolgt und effektive Maßnahmen für die neuen Herausforderungen umsetzt. Dabei sollte die Person auch nicht vor den Möglichkeiten, das BGM digital zu unterstützen, zurückschrecken, denn es gibt gute Gründe, dies zu tun.

Was ist digitales BGM? Die Frage werden Sie sich wahrscheinlich auch stellen, wenn Sie diesen Artikel lesen. 
Natürlich gibt es diesbezüglich viele verschiedene Definitionen und Ansätze, doch wir finden diese sehr passend:

Die Definition bezeichnet das BGM als digital, wenn es durch digitale Methoden und Instrumente unterstützt wird.

Natürlich gibt es verschiedenste Methoden und Instrumente, die dafür verwendet werden können. Im folgenden gehen wir auf die wichtigsten Arten digitaler BGM Tools ein:

Arten digitaler BGM Tools:

Grundlegend lassen sich die am Markt vorhandenen Tools in fünf Arten digitaler BGM Tools, die alle individuelle Vor- und Nachteile besitzen, einteilen:

Gesundheitsapps

Apps für die Gesundheit werden im privaten Bereich sehr häufig genutzt – Lauf-Apps, Abnehm-Apps usw. Für den beruflichen Kontext sind diese allerdings oft nicht ideal. 

Wearables

Jeder kennt die heute weit verbreiteten Smart Watches. Diese gehören zu den sogenannten Wearables, welche auch für das Gesundheitsmanagement genutzt werden können. Typische Funktion dieser ist die Messung von Vitaldaten. Möglich wäre z.B. eine Auswertung der getätigten Schritte für einen Firmeninternen Schrittwettbewerb.

Gesundheitsplattformen

Gesundheitsplattformen sind üblicherweise über das Internet erreichbar. Im BGM können sie beispielsweise für die Sammlung von wichtigen Dokumenten und Informationen genutzt werden.

Online Coaching Plattformen

Online Coaching Plattformen werden hauptsächlich dazu genutzt, die Beratung bzw. Coaching auch online verfügbar zu machen. Ein Beispiel zur Nutzung wäre in etwa ein Wiedereingliederungsgespräch nach längerer Krankheit über einen Videocall oder eine Schulung zum Thema Rückengesundheit im Online Format.

BGM-Komplettsysteme

Komplettsysteme vereinen die Funktionen der anderen Tools und versuchen, das BGM so ganzheitlich wie möglich abzubilden. Für die Nutzung im BGM empfiehlt sich jedenfalls diese Art von Tool. Zukunftsvisionen eines BGM-Komplettsystems versuchen den Fokus neben der Gesundheitsförderung auch auf die anderen Teilbereiche des BGM – Arbeitsschutz und Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement – zu setzen.

Typische Funktionen und Beispiele:

 

Art von ToolFunktionenBeispiel
GesundheitsappsVitaldatenerfassung, -speicherung und -auswertung (z.B. von Schritten); Erinnerungen durch Benachrichtigungen; Gamifications; Vergleiche und Wettbewerbe; Visualisierung der GesundheitsdatenApps für Smartphone oder Tablet wie Adidas Runtastic
WearablesDatenmessung (z.B. Herzfrequenz); Datenübertragung (z.B. auf mobile Geräte) und Datenvisualisierung; Erinnerungen durch Benachrichtigungen; bei Datenübertragung sind Wettbewerbe und Vergleiche möglichIntellegente Brille, Uhr oder Armband wie z.B. die Apple Watch
GesundheitsplattformenPlattform für Informationen zu Gesundheitsthemen zeit- und ortsunabhängig; Kommunikationsplattform; Raum für die BGF Angebotsdarstellung, Datensammlung und -auswertung;über ein Wiki oder Intranet, Firmen intern oder durch externe Partner
Online Coaching PlattformenMitarbeiterberatung; Beratung bei privaten oder beruflichen Problemen; Online Coaching (aber auch in Kombination mit analogen Maßnahmen); Beratung kann zeit- und ortsunabhängig in Anspruch genommen werden; Anonymität

CAI World

BGM-KomplettsystemeAlle bereits genannten Funktionen, sowie: Managementplattform um alle Funktionen zu steuern; implementierte BGF, BEM und ArbeitsschutzWindhund Workplace

Wenn Sie sich jetzt fragen, warum Sie Ihr Gesundheitsmanagement digital unterstützen sollen, dann empfehlen wir sich mit den damit entstehenden Chancen zu beschäftigen. Denn diese führen zu vielen Vorteilen, die Sie für sich nutzen können. Zeit- und Ortsunabhängigkeit sowie Kosteneffizienz sind dabei nur zwei der vielen bedeutsamen Vorteile.

Allerdings gibt es auch ein paar Herausforderungen, die Sie sich bei der Entscheidung, das BGM zu digitalisieren, bewusst sein müssen.

Hier eine Übersicht:

ChancenHerausforderungen
1. Zeit- und Ortsunabhängigkeit1. Datenschutz
2. Effektivität durch zentrale Steuerung2. Arbeit und Privatleben
3. Kosteneffizienz3. Nur unterstützend
4. Erreichung diverser Zielgruppen4. Noch in der Entwicklung
5. Stärkung analoger Maßnahmen5. Kosten
6. Individualisierbarkeit6. Leistungsdruck und digitale Kompetenz
7. Wearables nutzen7. Zuverlässigkeit und Nutzungsraten
8. Employer Branding8. Integration
9. Messbarkeit 

Um diese Chancen und Herausforderungen umfassend für Sie zu beleuchten, haben wir mit Experten aus der Branche gesprochen und die Literatur dazu untersucht. Die Ergebnisse sowie unsere persönlichen Empfehlungen finden Sie in unserem Whitepaper als PDF Download oder im dazugehörigen Artikel. Hier ein kurzer Einblick:

Chancen:

  1. Zeit- und Ortsunabhängigkeit: Durch die Nutzung von digitalen Tools wird das BGM Zeit- und Ortsunabhängig. Klarer Vorteil: die Mitarbeitenden können jederzeit und von überall auf die Maßnahmen zurückgreifen.
     
  2. Effektivität durch zentrale Steuerung: Alle Maßnahmen können gemeinsam über ein Tool gesteuert werden. Die Zusammenarbeit wird so wesentlich effektiver und auch standortübergreifende Teams werden möglich.
     
  3. Kosteneffizienz: Durch bessere Zusammenarbeit und Maßnahmen, die auch an mehrere Standorte ausgespielt und wiederverwendet werden können, können Kosten eingespart werden.
     
  4. Erreichung diverser Zielgruppen: Digitale Tools ermöglichen die Ansprache breiterer Zielgruppen. Grund dafür ist das Interesse an Technik, Anonymität und die Zeit- und Ortsunabhängigkeit.
     
  5. Stärkung analoger Maßnahmen: Es gibt viele Möglichkeiten, das BGM Maßnahmen digital zu unterstützen. Durch die Kombination wird deren Wirkung verstärkt und auch das Zusammenspiel die Nutzbarkeit verbessert.
     
  6. Individualisierbarkeit: Content, Sprache und Ziele können mit digitalen Tools viel stärker individualisiert werden als mit klassischen Maßnahmen, die für die Gruppe ausgerichtet sind.
     
  7. Wearables nutzen: Wettbewerbe sind sehr motivierend. Ein Schrittwettbewerb, welcher mit Wearables ermöglicht wird, ist ein gutes Beispiel.
     
  8. Employer Branding: Gutes Gesundheitsmanagement wirkt sich auch positiv auf die Arbeitgebermarke aus. Mit einem innovativen und modernen digitalen Tool kann auch für positive Signale nach außen zwecks Employer Branding gesorgt werden.
     
  9. Messbarkeit: Analysen des Tools sind in der digitalen Form wesentlich einfacher möglich als im klassischen Rahmen. Es kann genau analysiert werden, wie die Nutzungsraten aussehen.

 

Herausforderungen

  1. Datenschutz: In vielen Unternehmen kann der Datenschutz-Aspekt herausfordernd sein. Mit den nötigen Experten an der Hand ist dies allerdings kein Show-Stopper.
     
  2. Arbeit und Privatleben: Durch die erhöhte Erreichbarkeit und evtl. Nutzung am privaten Endgerät verschwimmt die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben weiter. Hier müssen klare Regeln gesetzt werden.
     
  3. Nur unterstützend: Ein digitales BGM Tool wird niemals alleine funktionieren. Es braucht immer Menschen, die sich darum kümmern und es effektiv nutzen.
     
  4. Noch in der Entwicklung: Das Thema ist noch relativ neu, weshalb viele Anbieter noch nicht lange am Markt sind. Auch Studien und Vergleiche sind aus diesem Grund noch wenig vorhanden.
     
  5. Kosten: Ein häufiger Fehler ist die Einschätzung, dass man nur das Tool bezahlen muss. Vergessen werden häufig die Personalaufwände, die hinter der Nutzung stehen.
     
  6. Leistungsdruck und digitale Kompetenz: Auch wenn mit einem solchen Tool weitere Zielgruppen angesprochen werden können, werden zugleich manche ausgegrenzt. Für weniger technikaffine Menschen kann dies problematisch sein.
     
  7. Zuverlässigkeit und Nutzungsraten: Technische Lösungen müssen immer auf ihre Zuverlässigkeit untersucht werden. Auch die Nutzungsraten müssen stets analysiert werden, um frühzeitig aktiv werden zu können.
     
  8. Integration: Ein Aspekt, der vor Implementierung nie ganz geklärt werden kann: wird das Tool angenommen und in den Arbeitsalltag integriert?
     

Zusammengefasst hat die Recherche gezeigt, dass durch gut geplante und begleitete Umsetzung zahlreiche Vorteile realisiert werden können. Unsere Erfahrungen haben außerdem verdeutlicht, dass die Herausforderungen, wenn frühzeitig adressiert, alle zu meistern sind.

 

Ist die Entscheidung schließlich gefallen, dass ein digitales Tool genutzt werden soll, werden Sie sich die Frage stellen, wie Sie das richtige Tool auswählen. Diese Frage ist berechtigt und sollte auch nicht überstürzt werden.

Wir haben bereits die verschiedenen Arten von digitalen BGM Tools vorgestellt. Wie Sie vielleicht auch erkannt haben, sind nicht alle Tools und Funktionen für die Nutzung im Unternehmen wichtig.

 

Funktionen, die jedes Tool haben sollte:

Daher haben wir zusammengefasst, welche Funktionen jedes digitale BGM Toolfür die Nutzung im Unternehmen besitzen sollte:

Um diese Funktionen besser zu verstehen, hier eine kurze Erklärung am Beispiel Windhund Workplace:

  • Sicherer Datenschutz: Wir arbeiten DSGVO-konform mit Verarbeitern ausschließlich in der EU
  • Analysemöglichkeiten: Als BGM-Manager haben Sie im Dashboard Zugriff auch Nutzungsstatistiken.
  • Steuerungsplattform: Als BGM-Manager können Sie gemeinsam mit Ihrem Team News, Umfragen, Events im Dashboard steuern.
  • Flexibilität: Nutzer können über die mobile App am Handy oder über die Webapp am Desktop zugreifen, die Nutzung ist hier völlig flexibel.
  • Individualisierbarkeit: Wählen Sie aus unserem Modulkatalog die Module aus, die zu den Themen passen die Sie gerade im Unternehmen behandeln. Außerdem können Sie die App in Ihrem CI branden, um es zu ihrer individuellen BGM App zu machen.
     

Wie wähle ich das richtige Tool aus?

Natürlich muss jedes Unternehmen für seine individuellen Anforderungen entscheiden, welche Funktionen sie benötigen, um das richtige Tool auszuwählen. 

Dazu empfehlen wir zu Beginn einen Anforderungskatalog zu verfassen und die Verantwortlichen im Team zu klären. Sprechen Sie sich danach ab und sammeln Sie Aspekte, die Sie für wichtig empfinden. Auch über die zukünftigen Nutzer sollten Sie in diesem Schritt nachdenken. Was wollen bzw. brauchen diese im Gesundheitsmanagement?

Sind die Anforderungen klar, können Sie mit Ihrer Recherche und den Vergleichen beginnen. Einige Tipps zum Anbietervergleich:

  1. Klären Sie, wie lange es das Produkt schon gibt
  2. Suchen Sie nach Bewertungen oder Referenzen im Internet oder bitten Sie den Anbieter nach Referenzen
  3. Nutzen Sie, wenn möglich, eine Testphase, um sich selbst ein Bild zu machen und um Vergleichen zu können
  4. Klären Sie, wo der Anbieter seinen Sitz hat
  5. Vergleichen Sie die Preise und Funktionen zwischen den Anbietern

Aus unseren Erfahrungen im Vertrieb unserer Plattform Windhund Workplace wissen wir, dass sich die Entscheidung für ein digitales BGM Tool und das anschließende Setup häufig über mehrere Wochen zieht. Es ist in diesem Bereich also ganz normal, dass es seine Zeit braucht, bis alles geregelt ist. 

Die Chancen eines digitalen Gesundheitsmanagements sind für machen Anwendungsfälle besonders gut nutzbar. Wir haben typische Bedingungen aus der Praxis angesehen und analysiert, wie man das digitale BGM für diese Anforderungen optimal nutzen kann.

Im Folgenden fassen wir unsere Analysen kurz zusammen, Sie finden bei jedem Bereich auch eine Verlinkung zum umfassenden Artikel.

  • Büros
  • Betriebe mit Schichtbetrieb
  • Betriebe mit hohen Homeoffice-Zahlen
  • Betriebe mit mehreren Standorten
  • Kleine Betriebe

Büros

Im Büro zu arbeiten bedeutet häufig, auch viel am Computer Monitor zu sitzen. Da sind einige gesundheitliche Herausforderungen vorprogrammiert:

  • Zu hohe Sitzzeiten
  • Lange Bildschirmarbeit
  • Dauernde Erreichbarkeit durch Mail und Telefon führt zu Druck
  • Problem: Nacken- und Rückenschmerzen

Mögliche Nutzung im Büroumfeld:

  1. Zum Aufstehen motivieren!
    Hier könnte man Push-Notifications nutzen, die die Nutzer direkt auf’s Smartphone bekommen und zu einer kurzen Bewegungspause motivieren.
  2. Zu Bewegung motivieren!
    Auch Übungen oder kleine Workouts können direkt im digitalen Tool platziert werden – egal ob Video oder Bild. Vorteil: Man braucht keine Trainer arrangieren und man muss das Büro auch nicht verlassen.
  3. Anmeldung zu Rückenkursen in der App
    Werden klassische Kurse für z.B. Rückengesundheit angeboten, kann man ein digitales BGM Tool dafür nutzen, die Anmeldungen zu diesem Event zu verwalten.

Betriebe mit Schichtbetrieb

Für viele große Produktionsbetriebe ist Schichtarbeit ein Muss. Für das BGM es das sehr fordernd, denn es rücken neben organisatorischen Herausforderungen auch ganz andere gesundheitliche Anforderungen in den Fokus:

  • Zeitlicher Aspekt (Schichtarbeiter kann an Maßnahmen zu Bürozeiten nicht teilnehmen)
  • Schlafrhythmus
  • Mahlzeiten im Schichtbetrieb

Mögliche Nutzung bei Betrieben mit Schichtbetrieb:

  • Zeit- und Ortsunabhängigkeit nutzen
    Werden die klassischen Maßnahmen auch in Form von Video oder Text im digitalen Tool abgebildet, haben die Schichtarbeiter die Möglichkeit, auch auf diese zuzugreifen.
  • Nutzung der Webapp
    Ein häufiges Argument, dass wir hören ist, dass in Produktionsstätten keine Smartphones erwünscht sind. Als Alternative können auch Webapps angeboten werden, die im Pausenraum oder ähnlichem zugänglich sind, denn digitale Tools sind diesbezüglich sehr flexibel.
  • Content speziell für diese Mitarbeitergruppe
    Häufig fallen BGM Maßnahmen wenig spezifisch aus. Digitale Tools ermöglichen eine breite Variation an Content. Windhund Workplace bietet z.B. eigene Module angepasst für das Essverhalten und den Schlafrhythmus bei Schichtbetrieb. 

 

Betriebe mit hohen Homeoffice-Zahlen

Die Homeoffice-Zahlen sind in den letzten Monaten in vielen Firmen stark gestiegen. In manchen Unternehmen sind sogar 100% der Mitarbeitenden von zuhause am arbeiten. Für das klassische BGM ist das fatal, denn gewöhnlich haben die Maßnahmen im Betrieb und am Arbeitsplatz stattgefunden. Folgendes ist daher als Herausforderung zu sehen:

  • Kann an Maßnahmen vor Ort nicht teilnehmen
  • Braucht Zugriff von Zuhause auf Informationsmaterial
  • Ist vom BGM Team an sich schwer erreichbar
  • Zuhause leidet die Ergonomie

Mögliche Nutzung im Homeoffice:

  • Unterlagen digital zur Verfügung stellen
    Alle Unterlagen und Infos zum BGM können mit einem digitalen Tool den Mitarbeitern auch von Zuhause aus zur Verfügung gestellt werden. Wichtig: Hinweise zur ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes auch zu Hause!
  • Live-Workouts
    Wenn Kurse und Workshops im Unternehmen nicht möglich sind, können auch Live-Workouts eine Möglichkeit sein. Alle nehmen digital über das Tool am Kurs teil und bewegen sich gemeinsam.
  • Kontakt halten mit Beiträgen
    In vielen digitalen Tools können vom Unternehmen Beiträge gepostet werden. Gerade bei längeren Homeoffice Zeiten bietet es sich an, das Tool zu nutzen um die Mitarbeitenden up-to-date zu halten und evtl. auch etwas Interaktion anzuregen.

 

Betriebe mit mehreren Standorten

Eine klassische Herausforderung des Gesundheitsmanagement: wie geht man mit mehreren Standorten um? Gibt es für jeden Standort einen BGM-Manager, oder werden alle Entscheidungen übergreifend getroffen? Spezielle Herausforderungen hier sind:

  • Je Standort unterschiedliche Bedürfnisse
  • Übergreifende klassische Maßnahmen nicht möglich
  • Wenig Zusammenhalt

Mögliche Nutzung für Betriebe mit mehreren Standorten:

  • Zusammenarbeit des BGM Teams über ein Tool
    In einem digitalen Tool können BGM-Teams auch standortübergreifend zusammenarbeiten, ohne das ständige Anrufe und Mails nötig sind.
  • Maßnahmen für alle Standorte nutzen
    Während im klassischen Sinne Workshops immer nur für einen Standort vereinbar waren, können Kurse durch ein Tool in digitaler Form an alle Standorte zugleich ausgesendet werden.
  • Spezifische Maßnahmen je Standort
    Gleichzeitig können auch ganz spezifische Maßnahmen an Standorte ausgesendet werden, um den individuellen Bedürfnissen nach zu kommen.

 

Kleine Betriebe

Die Frage, die sich in sehr kleinen Betrieben häufig stellt, ist folgende: Brauchen wir ein BGM? Herausfordernd ist in diesem Fall:

  • Thema BGM steht nicht im Fokus
  • Keine klaren Verantwortlichkeiten
  • Kleines Budget
  • Wenige Teilnehmer und Anonymität wird gefordert

Mögliche Nutzung für kleine Betriebe:

  • Content anderer nutzen
    Viele digitale BGM Tool bieten bei der Nutzung vielfältigen Content mit an. Dieser Aspekt muss dadurch nicht mehr durch das Unternehmen gestellt werden.
  • Anonymität
    Im digitalen Raum von BGM Apps sind Mitarbeitende meist anonym. Das ist auch wichtig, damit Manager keine gesundheitlichen Rückschlüsse zu einzelnen Beschäftigten ziehen können. Dennoch hat es den Vorteil im Vergleich zu klassischen Kursen, dass keiner wissen muss, welche Kurse man selbst besucht hat.

Ist die Entscheidung gefallen, ein digitales Tool zur Unterstützung zu wählen – Gratulation!
Jetzt geht es an die Einführung im Unternehmen.

 

Tipps für eine erfolgreiche Einführung:

Um dies erfolgreich zu bewerkstelligen, empfehlen wir unsere 10 Tipps zur Einführung einer BGM-App zu beherzigen. Diese Tipps haben wir zudem in einer umfangreichen Checkliste für Sie als PDF zum Download vorbereitet.

Wenn Sie diese folgenden 10 Punkte berücksichtigen, steht der erfolgreichen Einführung nichts mehr im Weg:

  1. Holen Sie die Führungsebene mit ins Boot!
  2. Veranstalten Sie einen Kick-Off Workshop!
  3. Verteilen Sie eine Goodie-Bag zum Start – z.B. mit Massagebällen!
  4. Nutzen Sie Branding-Optionen, um die App in Ihrem CI darzustellen!
  5. Bewerben Sie den Starttermin kräftig im Unternehmen!
  6. Sorgen Sie für einfache Anmelde- und Nutzungsmöglichkeiten!
  7. Erklären Sie die Nutzung bei Bedarf!
  8. Kombinieren Sie die klassischen analogen und neuen digitalen Maßnahmen!
  9. Sorgen Sie für unternehmensspezifischen, aktuellen Content in der App!
  10. Evaluieren Sie ständig und setzen Sie frühzeitig Maßnahmen!

Beispiel Fachhochschule Salzburg

Wie eine erfolgreiche Einführung funktionieren kann, weiß Frau Katharina Lorenz von der Fachhochschule Salzburg. Im Oktober 2020 haben sie die Windhund Workplace App im Unternehmen eingeführt. Im Interview mit BGM-Experten Lars Schirrmacher teilt sie die Gründe warum sie sich für eine BGM App entschieden haben und wie sie die Einführung gestaltet haben.

Wie Sie die Maßnahmen evaluieren können

Es ist wichtig, die Maßnahmen im BGM regelmäßig zu evaluieren. Durch den digitalen Ansatz ist dies auch auf einer ganz neuen Ebene möglich. Auch hierfür haben wir einenArtikel mit Kennzahlen für Sie vorbereitet, den Sie sich auch in Form einer Checkliste als PDF downloaden können.

Grundsätzlich finden wir, dass es verschiedene Wege gibt, den Erfolg der Maßnahmen im Gesundheitsmanagements zu messen. Einerseits kann diese Analyse auf Zahlen und Fakten basieren, die man über unterschiedliche Zeiträume vergleicht und versucht zu optimieren. Andererseits finden wir auch, dass man gerade im Gesundheitsmanagement auch etwas auf sein Gefühl horchen sollte. Zufriedenheit der Mitarbeiter lässt sich nicht nur über Zahlen messen, sondern wird oft auch durch kleine Veränderungen im Arbeitsalltag bemerkbar. Aus diesem Grund empfehlen wir stets beide Seiten zu betrachten.

Hier ein Auszug der Kennzahlen, mit welchen Sie Ihre Maßnahmen im BGM bewerten können:

 

Kurzfristige Kennzahlen

  1. Teilnahmequote an Maßnahmen
  2. Umsetzungsquote von Maßnahmen
  3. Mitarbeiterzufriedenheit, gemessen durch Befragungen
  4. Anzahl der Angebote, Begehungen für Arbeitssicherheit oder Wiedereingliederungsgespräche
  5. Nutzungsstatistiken für digitale Ergänzungsprogramme wie BGM Apps oder Webplattformen

 

Langfristige Kennzahlen

  1. Krankheitstage pro Mitarbeiter
  2. Anzahl der Langzeiterkrankten
  3. Anzahl von Arbeitsunfällen
  4. Renteneintrittsalter
  5. Steigende Retention Rate / Regelmäßige Nutzung
  6. Verringerung von Präsentismus

 

Beobachtung des Arbeitsumfelds

  • Sehen Sie Hilfsmittel wie Faszienbälle in Reichweite der Arbeitsplätze?
  • Nutzen die Beschäftigten die Stehtische (wenn vorhanden) und stehen mehrmals am Tag?
  • Wird die bewegte Pause durchgeführt? Wenn ja, von wie vielen Beschäftigten?
  • Stiegenhaus oder Lift? Können Sie einen Trend erkennen?
  • Wie steht es um regelmäßige Lauf-, Fußball- oder Tennistreffs? Steigen die Teilnehmerzahlen?

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement lässt sich mit verschiedenen Tools digital unterstützen. Während Gesundheitsapps und Wearables besonders im privaten Bereich gerne genutzt werden, ist für den beruflichen Kontext ein ganzheitliches BGM-Komplettsystem zu empfehlen, um möglichst alle Bereiche abzudecken. 

Für die Digitalisierung des BGMs sprechen die verschiedene bedeutende Vorteile, die dadurch für Unternehmen geschaffen werden können: Zeit- und Ortsunabhängigkeit des BGMs, Kosteneffizienz, Individualisierbarkeit und Messbarkeit sind nur einige wenige. Auch wenn das digitale BGM Herausforderungen wie beispielsweise Datenschutz-Themen beherbergen kann, ist zu sagen, dass alle gemeistert werden können. Kommunikation und frühzeitige Planung sind hier von Bedeutung!

Da die Digitalisierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ein unausweichlicher Prozess ist, ist es umso wichtiger, dass Sie sich mit dem Trendthema auseinandersetzen und Ihren Beschäftigten einen innovativen und modernen Ansatz für das Gesundheitsmanagement bieten. Wir unterstützen Sie gerne mit unseren Unterlagen oder einem persönlichem Gespräch, wenn auch Sie sich für Effektivität und Effizienz durch Windhund Workplace entscheiden.