Nackenschmerzen Bildschirmarbeit
Nackenschmerzen Bildschirmarbeit

Nackenschmerzen durch Bildschirmarbeit – Analyse und 4 Tipps

Eine Windhund-Analyse bestätigt, was unsere subjektive Wahrnehmung schon längst weiß: Während Rücken- und Kopfschmerzen über alle Branchen sehr verbreitet sind, zeigt sich bei Betrieben mit einem hohen Anteil an Bildschirmarbeitsplätzen auch der höchste Anteil an Problemen mit Nackenschmerzen.

Möglich macht diese Analyse ein Feature in der Windhund Workplace App, mit dem Beschäftigte Verspannungspunkte auf einem Avatar auswählen und sich dann gezielte Übungsprogramme zum Lösen anzeigen lassen können. Darüber konnten wir analysieren, welche Verspannungspunkte am öftesten behandelt wurden und schließlich eine Regressionsanalyse zur Unternehmensbranche durchführen. Ausgewertet wurden tausend anonyme Datensätze von dutzenden Unternehmen. 

Wissen Sie, wie viele Ihrer Mitarbeiter*innen unter Schmerzen leiden, die von der Wirbelsäule ausgehen? Und wie viele aufgrund der Schmerzen krank geschrieben werden? Studien zeigen, es sind einige. 

Im „Gesundheitsreport der TK 2020“ belegen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems Platz zwei der Gründe für Arbeitsunfähigkeit. Auf jede Erwerbsperson kommen im Schnitt 2,7 Fehltage pro Jahr mit dieser Diagnose. Fakt ist, dass für 70 Prozent der Deutschen Rückenbeschwerden zum täglichen Leben gehören. 

Eine gute Rückengesundheit hat positive Auswirkungen auf das Arbeitsverhalten, denn wer ständig Schmerzen hat, ist weniger produktiv und öfter krank. „Rund 90 Prozent der Rückenleiden sind funktioneller Natur und können ganz einfach behandelt werden“, weiß Windhund Experte Dr. Lutz Graumann. „Denn wer viel sitzt und wenig Möglichkeiten hat, dies mit Bewegung auszugleichen, wird früher oder später Rücken-, Kopf- oder Nackenschmerzen bekommen.“ Mit einfachen Mitteln kann die Gesundheit der Wirbelsäule jedoch gefördert und Schmerzen vorgebeugt werden. Entsprechende Maßnahmen am Bildschirmarbeitsplatz können präventiv eingesetzt werden, sie steigern das Wohlbefinden und helfen Fehlzeiten zu verringern. 

4 Tipps für den Bildschirmarbeitsplatz, um Rücken-, Kopf- und Nackenschmerzen zu vermeiden

1. Aufstehen

7,5 Stunden sitzt der Durchschnitts-Europäer täglich. Das hat massive Auswirkungen auf den Bewegungsapparat und wirkt sich zudem negativ auf viele andere Körperbereiche, wie z.B. das Herz-Kreislauf-System, aus. Zudem sitzen viele an Arbeitsplätzen, die nicht der jeweiligen Ergonomie entsprechen. Wichtig ist es Möglichkeiten zu schaffen, um in verschiedenen Sitz- und Stehpositionen zu arbeiten und nicht über längere Zeit in einer Position verharren zu müssen. Für Bildschirmarbeit bieten sich dafür höhenverstellbare Stehtische besonders gut an. Außerdem helfen gezielte Übungen dem Nacken beweglich zu bleiben und die Muskulatur zu dehnen und zu lockern – eine mögliche Lösung ist zum Beispiel das Daily Workout in der Windhund Workplace App, mit speziellen Übungen für den Arbeitsplatz.

2. Bewegen

Wir Menschen sind dafür gemacht uns zu bewegen. Leider tun wir das immer seltener. Das führt dazu, dass unsere Muskulatur verkümmert und Schmerzen folgen. Hingegen der weit verbreiteten Meinung sich bei Rückenschmerzen zu schonen, sind Bewegung und Sport gute Mittel dagegen. Empfohlen wird ein leichtes Ausdauertraining kombiniert mit Kräftigungsübungen zur Stärkung der Muskulatur, vor allem im Rumpf und der oberen Halswirbelsäule, um auch den Nackenschmerzen entgegen zu wirken. Unternehmen können die Freude an der Bewegung unterstützen: Durch online oder offline Kurse, einen bewegungsfreundlichen Arbeitsplatz oder der Förderung von Company Bikes, für mehr Bewegung im Alltag.

3. Gesund essen

Menschen, die übergewichtig sind, leiden vermehrt unter Rückenschmerzen, da die Bandscheiben in Folge der Überbelastung degenerieren. Unternehmen können eine gesunde und ausgewogenen Ernährung am Arbeitsplatz fördern bzw. Mitarbeiter*innen bei der Gewichtsreduktion unterstützen. Für Betroffene ist dies jedoch oft ein sehr persönliches und heikles Thema. Hier liegt der Vorteil einer digitalen BGM Lösung auf der Hand. Personen können sich individuell einem Thema – wie z.B. dem Abnehmen  – widmen und so unbeobachtet versuchen, die eigene Verhaltensweise zu ändern. 

4. Durchatmen

Nicht zu unterschätzen ist auch die Raumluft sowie die Raumbeleuchtung. Beides kann bei schlechter Qualität Kopfschmerzen zur Folge haben. Je mehr Menschen in einem Raum sitzen, desto schneller steigt der Co2-Gehalt im Raum an. Eine gute Belüftung bringt hier Abhilfe. Die Beleuchtung sollte weder zu grell noch zu dunkel sein, da sonst die Augen überbeansprucht werden und wiederum Kopfweh entstehen kann.

Zusammengefasst

Unsere Daten belegen eine hohe Korrelation zwischen Büroarbeitsplätzen und von der Wirbelsäule ausgehenden Beschwerden, welche wiederum für einen Großteil der Fehlzeiten in Unternehmen verantwortlich sind. Präventionsmaßnahmen können helfen, Rücken, Kopf- oder Nackenschmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen. Ein gesundheits- und bewegungsfreundliches Arbeitsumfeld sind wichtige Pfeiler in der Prävention. Gerade bei viel Bildschirmarbeit ist dies ein wesentlicher Aspekt. Entsprechende BGF Maßnahmen sind ein ergonomischer Arbeitsplatz, die Förderung Bewegung und Sport, gesundes Essen und eine gut belüftete und beleuchtete Arbeitsumgebung. Mit diesen Maßnahmen können Krankheitstage reduziert und die Motivation der Mitarbeiter*innen erhöht werden.

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